Donnerstag, 5. Februar 2009

Die Reiseplanung...

Es ist schwierig, wenn man zu Fuß geht, eine präzise Planung festzulegen. Es gibt soviele Unwägbarkeiten auf einem Wanderweg, es ist praktisch unmöglich sich und anderen zu sagen: "Ich werde an jenem Tag und an jenem Ort so und so drauf sein.", eins ist sicher, man kann nicht rastlos gehen, nicht, daß es physisch hart wäre, aber es gibt viele Dinge außer dem Vorwärtskommen zu tun, die Zeit in Anspruch nehmen: kochen, Klamotten trocknen, sie infolge der Reise nähen und flicken, den nächsten Schritt der Reise planen und organisieren, Proviant nachfüllen, bei Einheimischen Rat einholen, Wanderkarten lesen, seine Post, der Familie schreiben, Klamotten waschen, Tagebuch führen, und so weiter.
Außerdem ist es möglich, sich eine leichte Verstauchung zuzuziehen, eine hartnäckige Grippe oder ein x-beliebiges Weh-wehchen zu haben, die die gesamten Etappen verzögern wird. Ich hatte vor der Abreise entschieden, meinem Esel und mir bei Gelegenheit von Zeit zu Zeit einen Urlaubstag zu gewähren.
Dieser Halt schien mir aus oben genannten Gründen nötig, ganz einfach, um sich zu erholen und mal einen Vormittag ausschlafen und anschließend einen schönen Mittagsschlaf zu machen, sich den Wanst mit einer guten Mahlzeit und Wein der Region, wenn möglich in einem Gasthof bis zum Platzen vollschlagen oder ein Zimmer mit Frühstück auf einem Bauernhof1 genießen.
Aber in der Praxis werde ich sehen, wie schwer es ist, anzuhalten, wenn man sich physisch in Form fühlt und sieht, daß alle Begleiter des Weges sich auf die nächste Etappe machen. Schließlich werde ich selten Halt machen.
Für diejenigen, die unterwegs Kontakt zu mir halten wollten, hatte ich eine Dorfliste, mit voraussichtlichem Ankunftsdatum in jedem Dorf, zu Hause gelassen, damit sie mit entsprechendem Vorsprung postlagernd Post schicken konnten. Gegen eine bescheidene Gebühr von 3 Franc (0,46 €) pro Brief (Tarif 1997) händigt sie die französische Post dem gewünschten Empfänger aus. Außerdem händigt die spanische Post die dort angekommenen Briefe dem Empfänger kostenlos aus. Wenn der Brief nach 15 Tagen nicht abgeholt worden ist, daß heißt, den Empfänger nicht erreicht hat, kommt der Brief wieder auf den Weg, um die Zustellung noch einmal zu versuchen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen